Definition
Der Begriff Streß-Harninkontinenz leitet sich nicht vom seelischen Streß der Patientin ab, sondern widerspiegelt den unwillkürlichen Harnverlust nach körperlicher Anstrengung oder Belastung. Typische Symptome sind der unfreiwillige Urinabgang beim Husten, Niesen, Lachen oder beim Heben schwerer Lasten.| GRAD I | Es werden diverse Schweregrade der Harninkontinenz unterschieden: Urinabgang nur nach kurzer, starker Belastung (Husten, Niesen, Lachen, Heben schwerer Lasten) |
| GRAD II | Urinabgang bei leichter Belastung (Treppensteigen, leichtes Husten) |
| GRAD III | Urinabgang im Ruhezustand (im Stehen aber nicht im Liegen) |
Ursächlich für diese Form der Inkontinenz ist entweder eine sehr sensible oder eine sehr aktive Blase. Die Blase reagiert bereits auf kleinste Füllmengen mit einem nicht beherr-schbaren Harndrang. Oft ist nicht genügend Zeit, um eine Toilette zu erreichen: Es läuft Urin aus der Blase, manchmal auch größere Mengen. Manche Frau muß häufiger als 8x am Tag Wasserlassen. Viele Frauen leiden unter der Drang-Harn-inkontinenz besonders dann, wenn Sie sehr aufgeregt sind oder unter psychischer Belastung stehen.